Selbstständige / Angestellte

Was ist bei einem Wechsel von der Selbstständigkeit ins Angestelltenverhältnis zu beachten?

Im Falle eines Wechsels von der Selbstständigkeit in ein Angestelltenverhältnis ist die Rückkehr in die GKV möglich. Grundvoraussetzung für die Rückkehr in die GKV ist, dass das Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze der GKV liegt. Die GKV nimmt Versicherte einer PKV nur dann wieder auf, wenn diese versicherungspflichtig werden, also ihr Einkommen unter die geltende Versicherungspflichtgrenze gesunken ist und sie unter 55 Jahre alt sind. Hier greift die Versicherungspflicht gemäß § 5 SGB V in Verbindung mit § 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V.

Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren (vgl. § 6 Abs. 3a SGB V). Damit können Versicherte, die bereits das 55. Lebensjahr überschritten haben und seit Jahren Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind, auch dann nicht mehr in eine GKV zurückkehren, wenn bei Ihnen alle Voraussetzungen zur (neuen) Versicherungspflicht erfüllt sind.

Falls trotz des Wechsels in ein Angestelltenverhältnis das Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreitet, kann die private Krankenversicherung beibehalten werden.

Was ist bei einem Wechsel vom Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit zu beachten?

Im Falle eines Wechsels von einem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit besteht die Möglichkeit sich in der privaten Krankenversicherung versichern zu lassen.

Weitere Informationen zum Wechsel von der GKV in die PKV finden sie hier.

Welche Regelungen gibt es bei Studenten und Praktikanten?

Mit Beginn des Studiums können sich Studenten innerhalb von 3 Monaten entscheiden, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten. Diese Entscheidung gilt dann für die Dauer des gesamten Studiums, eine Änderung ist nicht mehr möglich.

Wenn das Einkommen unterhalb der Geringfügigkeitsgrenze liegt, können Studierende bis zum 25. Lebensjahr in der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert sein, also zum Beispiel bei ihren Eltern oder Ehepartnern. Nach dem Ende dieser Familienversicherung tritt die studentische Kranken- und Pflegeversicherungspflicht in Kraft. Die Versicherungspflicht dauert längstens bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters bzw. bis zum Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr beendet wird.

Bei einer über diesen Zeitraum hinausgehenden Studiendauer kann der Student  wählen, ob er sich freiwillig gesetzlich oder privat versichert, soweit er nicht aufgrund einer anderen Vorschrift erneut versicherungspflichtig wird.

Für unter 30-jährige Studenten sind die gesetzlichen Krankenkassen häufig günstiger als die Studententarife in der privaten Krankenversicherung. Wird das 30. Lebensjahr jedoch überschritten oder ist bereits das 15. Fachsemester erreicht, dann ist die private Krankenversicherung meistens die bessere und oft auch die preiswertere Variante (vgl. §§ 5 Abs. 1 Nr. 9, 10; 8 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 2; 10 Abs. 2 SGB V).

 

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